Oliver Hohl
Medizinprodukteberater
Aktualisiert: 07/2017

Instrumentenpflege:

 
 

Pflegehinweise zur Reinigung und Desinfektion von
chirurgischen Instrumenten

Das gröbste Präzisionswerkzeug in der Medizintechnik bedarf der gleichen Aufmerksamkeit und Pflege wie das kleinste chirurgische Instrument. Nur die richtige und gründliche Pflege schafft Sicherheit für die Patienten und erhält nachweislich die hohe Qualität.

Behandlung neuer chirurgischer Instrumente 

Neue chirurgische Instrumente sind immer vor der ersten Sterilisation bzw. Nutzung zu reinigen. Schutzmechanismen sind vollständig vor der Reinigung zu entfernen.

Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von chirurgischen Instrumenten

In der Regel sind die chirurgischen Instrumente der Firma Gonzalez Surgical Instruments wartungsarm und leicht in der Pflege. Bei der genauen Beachtung der Pflegehinweise und den Pflegehinweisen in den jeweiligen Gebrauchsanweisungen, kann vorzeitigem Verschleiß und Fehlfunktionen vorgebeugt werden, und die weltweit bekannte Zuverlässigkeit der chirurgischen Instrumente der Firma Gonzalez Surgical Instruments kann sehr lange erhalten bleiben.

Nach jedem Gebrauch

  • Das kontaminierte chirurgische Instrument schnellstmöglich aufbereiten und pflegen.
  • Bei maschineller Reinigung, das chirurgische Instrument oder Mikroinstrument auf reinigungsgerechte Siebkörbe legen.
  • Zerlegbare chirurgische Instrumente immer in die Einzelteile zerlegen.
  • Vorzugsweise trocken entsorgen.
  • Bei Nassentsorgung, reinigungsaktive Desinfektionsmittel verwenden. Vor einer maschinellen Reinigung und Desinfektion das chirurgische Instrument gründlich mit klarem, fließendem Wasser spülen.
  • Falls nötig, eine Ultraschallbehandlung nach Weisung durchführen:
    • als effektive mechanische Unterstützung
    • zur Vorbehandlung von chirurgischen Instrumenten mit angetrockneten Verschmutzungen vor der maschinellen Reinigung
    • Mikroinstrumente und chirurgische Instrumente mit feinen Arbeitsenden sollten möglichst nicht im Ultraschall sondern nur manuell oder maschinell gepflegt werden. Bei maschineller Reinigung, die Mikroinstrumente in geeigneter Lagerungshilfe lagern.

Manuelle Reinigung/Desinfektion

  • Das chirurgische Instrument in ein geeignetes reinigungsaktives Desinfektionsmittel legen, so dass alle Oberflächen, Hohlräume, Lumen und Öffnungen bedeckt sind. Anweisungen des Desinfektionsmittelherstellers immer beachten.
  • Nach der chemischen Desinfektion immer ausreichend und intensiv mit klarem und fließendem Wasser abspülen. Anweisungen des Desinfektionsmittelherstellers immer beachten.
  • Anhaftende Verschmutzungen mit einer weichen Kunststoffbürste entfernen. Keine scheuernden Reinigungsmittel oder Metallbürsten zur Pflege benutzten.
  • Lumen und Kanäle mit weichen Rundbürsten aus Kunststoff reinigen. Die Durchmesser von Lumen und Bürste müssen einander entsprechen.
  • Schlussspülung mit destilliertem oder vollentsaztem Wasser durchführen.
  • Instrumente mit saugfähigem, weichen und fusselfreiem Tuch trocknen.
  • Lumen und Kanäle mit Druckluft trocknen.

Maschinelle Reinigung/Desinfektion

  • Bei der Programmwahl immer das Material des chirurgischen Instruments berücksichtigen. Die Anweisung des Geräteherstellers ist zu beachten.
  • Schlußspülung mit vollentsalztem Wasser durchführen.
  • Ausreichende Trocknungsphase einhalten.
  • Das chirurgische Instrument sofort nach Beendigung des Programms aus der Maschine nehmen.

Pflegen, Prüfen und Packen

  • Das chirurgische Instrument auf Raumtemperatur abkühlen lassen.
  • Bewegliche Teile mit Pflegeöl leicht ölen. Achtung: Das Pflegeöl darf eine Sterilisation nicht behindern und sollte zudem dampfdurchlässig sein.
  • Nach jeder Reinigung, Desinfektion das chirurgische Instrument auf Sauberkeit, Funktion und Beschädigung prüfen.
  • Beschädigte oder defekte chirurgische Instrumente sofort aussortieren und ersetzen.
  • Das chirurgische Instrument oder Mikroinstrument mit feinem Arbeitsende in eine geeignete Lagerungshilfe packen.
  • Das chirurgische Instrument mit Sperre in der ersten Raste fixieren.
  • Die Dampfsterilisation hat nach einem validierten Dampfsterilisationsverfahren (z.B. Sterilisator gemäß EN 285 und validiert gemäß EN 554) zu erfolgen. Bei einer Anwendung des fraktionierten Vakuumverfahrens ist die Sterilisation mit dem 134° C/2-bar-Programm bei einer Mindesthaltezeit von 5 Minuten durchzuführen.
 

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